FDP/Volt fordert Bericht zur Wiederbewaldung

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Die FDP-Volt-Kreistagsfraktion im Hochtaunuskreis will Klarheit über den Zustand des Naturparks und die Fortschritte bei der Wiederbewaldung. Seit 2018 haben Trockenheit, Borkenkäferbefall, Stürme und andere Extremwetterereignisse große Waldflächen im Taunus geschädigt oder zerstört. Mit einem Berichtsantrag an den Kreistag fordert die Fraktion den Kreisausschuss auf, die Schäden, den Stand der Wiederbewaldung, die Finanzierung und die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure umfassend darzustellen.

„Ein besonderer Schwerpunkt soll auf dem Taunuskamm mit den großen Schadflächen zwischen Sandplacken und Herzbergturm liegen. Neben der Wiederherstellung eines stabilen Waldbestands geht es um den Schutz vor Erosion und die Sicherung ökologischer Funktionen“, so Ascan Iredi, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP-Volt-Fraktion.

„Der Wald im Taunus ist ein prägender Bestandteil unserer Heimat. Er ist Lebensraum für zahlreiche Arten, wichtig für den Wasserhaushalt und ein unverzichtbarer Erholungsraum für die Menschen in der Region. Naturschutz darf nicht bei Absichtserklärungen stehen bleiben! Wir möchten einen besseren Überblick dazu bekommen, welche Flächen bereits wieder bewaldet werden und wo es ggf. Probleme gibt. Gerade am Taunuskamm brauchen wir wegen der vielen Beteiligten einen nachvollziehbaren Zeitplan. Die Wiederbewaldung ist eine Aufgabe für Jahre“, erklärt Holger Grupe, FDP-Volt-Fraktionsvorsitzender im Hochtaunuskreis. Er setzt mit seinen Forderungen seine langjährige Arbeit für den Erhalt der Natur im Taunus fort.

Der Bericht soll zunächst erfassen, wie viele Hektar Wald seit 2018 geschädigt wurden oder verloren gegangen sind – aufgeschlüsselt nach Schadursachen, Waldbesitzarten und Kommunen. Hierfür sollen unter anderem Angaben von HessenForst, den Städten und Gemeinden sowie den forstlichen Zusammenschlüssen herangezogen werden.

Darüber hinaus soll der Kreisausschuss darlegen, welche Maßnahmen zur Wiederbewaldung bereits umgesetzt wurden. Im Mittelpunkt stehen standortgerechte und klimatolerante Baumarten sowie geeignete Mischwälder, aber auch die Frage, auf welchen Flächen gepflanzt wird und wo eine natürliche Verjüngung des Waldes sinnvoll ist. Untersucht werden sollen zudem mögliche Hindernisse wie fehlende Finanzmittel, mangelndes Pflanzgut, Personalknappheit, Trockenheit oder Wildverbiss.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die bisherigen und künftig zu erwartenden Kosten der Wiederbewaldung. Berücksichtigt werden sollen die Arbeiten auf den Schadflächen sowie Pflanzungen, Schutzmaßnahmen und Pflege. Dargestellt werden sollen auch die Nutzung von Förderprogrammen des Bundes und des Landes sowie mögliche Finanzierungslücken bei kleineren kommunalen und privaten Waldbesitzern. Zugleich soll geklärt werden, wie Landkreis, Naturpark, HessenForst, Kommunen, Forstbetriebsgemeinschaften und private Waldbesitzer ihre Maßnahmen koordinieren.

Die Fraktion fordert abschließend: „Nach unserer Auffassung sollte der Landkreis seine Möglichkeiten nutzen, um die Beteiligten zusammenzubringen und eine verlässliche Zusammenarbeit zu fördern. Ein jährlicher Sachstandsbericht im Ausschuss Bau, Planung, Verkehr und Umwelt sollte Fortschritte und offene Aufgaben regelmäßig nachvollziehbar machen. In den Blick genommen werden sollen auch die Zuständigkeiten des Kreises als Untere Naturschutzbehörde und Untere Jagdbehörde – insbesondere die Frage, wie Wildverbiss und Abschussplanung mit den Zielen der Wiederbewaldung in Einklang gebracht werden können.“