Freie Demokraten wollen den Wildschweinen ans Leder

19. März 2018

Die FDP möchte im Hochtaunuskreis ab sofort auf Gebühren für Trichinenproben von Wildschweinen verzichten. Der Vorschlag hat jedoch nichts damit zu tun, dass FDP-Wähler vielleicht besonders gerne Wild essen, sondern soll eine vorbeugende Maßnahme gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) sein. „Wildschweine sind hierzulande weit verbreitet, ihr Bestand nimmt weiter zu – ebenso die von den Tieren verursachten Schäden in der Landwirtschaft. Hohe Bestandsdichten bergen außerdem ein größeres Ansteckungsrisiko im Falle von Tierseuchen wie der Afrikanischen Schweinepest“, so Dr. Stefan Naas, Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag. „Wir möchten daher Anreize für die Bejagung schaffen“, so Naas weiter.

Jedes erlegtes Wildschwein ist vor dem Verzehr auf Trichinen zu untersuchen. Weil dafür eine Gebühr anfällt, übersteigen die finanziellen Aufwendungen bei der Erlegung von Wildschweinen, den Erlös. Damit ist für die Jäger insbesondere die Jagd auf Jungtiere unattraktiv. Mit dem Wegfall der Gebühren für die Trichinenuntersuchung kann der Landkreis nun einen wichtigen Anreiz für die Jäger vor Ort schaffen, die Jagd auf Wildschweine aller Altersklassen zu intensivieren, so der Wunsch der FDP.