Kreisarchäologe für den Hochtaunuskreis

09.02.2021

Der Hochtaunuskreis prüft die Schaffung einer Stelle für einen hauptamtlichen Kreisarchäologen für den Hochtaunuskreis. Dies ist einstimmig auf Antrag der FDP Hochtaunus vom Kreistag beschlossen worden.

„Für uns Freie Demokraten ist die Förderung der Archäologie ein wichtiges Anliegen“, erklärt Stefan Naas, Fraktionsvorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion. „Der Hochtaunuskreis ist reich an kulturellen und historischen Schätzen. Wir finden es richtig und wichtig, dass sich diesen bald auch eine hauptamtliche Stelle annimmt“, so Naas.

Zurzeit wird die Arbeit der Kreisarchäologie im Ehrenamt ausgeführt. „Bereits das ist eine besondere Leistung und wir müssen den ehrenamtlichen Helfern und Kreisarchäologen für ihre Arbeit danken – bisher wurde hier eine klasse Arbeit gemacht“, so Naas. Der Hochtaunuskreis wäre nicht der erste Kreis in Hessen mit einem eigenen Kreisarchäologen, den Mehrwert dieser Stelle kann man zum Beispiel in der Wetterau sehen. Mit der Keltenwelt Glauberg hat man hier ein archäologisches Museum mit Strahlweite weit über Hessens Grenzen hinaus geschaffen.

„Hauptamtliche Kreisarchäologen gibt es zudem noch im Landkreis Fulda sowie in der Sonderstatusstadt Gießen. Zudem seien die Unteren Denkmalschutzbehörden in der Stadt Frankfurt, im Main-Kinzig-Kreis und im Schwalm-Eder-Kreis fachlich besetzt“, so Naas, der zugleich auch kulturpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion in Wiesbaden ist. „Aus unserer Sicht haben wir aber gerade hier im Hochtaunuskreis einen besonderen Bedarf für eine solche Stelle“.


Der Hochtaunuskreis hat mit seinen bemerkenswerten Fundstellen, auch über den Limes und die Saalburg hinaus, eine Fülle an noch zu entdeckenden, erforschenden und zu präsentierenden Funden. Gemeinsam mit den ehrenamtlich Tätigen und der öffentlich zuständigen Stellen soll der neue Kreisarchäologe dies nun weiter angehen.

„Es freut uns, dass unser Antrag auf eine so breite Mehrheit gestoßen ist, und wir sind gespannt, was unser Kreisarchäologe bald im Hochtaunuskreis erreichen wird“, so Naas abschließend.