Nadelöhre der Fernstraßen priorisieren

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Die FDP-Hochtaunus fordert, dass sich die Kreisverwaltung stärker für die Entwicklung der Bundesstraßen einsetzen soll. Der Bundesverkehrswegeplan spielt dabei eine zentrale Rolle, da er langfristig festlegt, welche großen Projekte an Straßen, Schienen und Wasserwegen der Bund in den kommenden 15 Jahren erhält, ausbaut oder neu baut. Am Ende des Verfahrens werden die Projekte Dringlichkeitskategorien zugeordnet, was ihre Priorität für Umsetzung und Finanzierung bestimmt.

Ascan Iredi, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion, erklärt dazu: „Die bestehenden Nadelöhre – also die neuralgischen Punkte des Individualverkehrs im Hochtaunuskreis – müssen beseitigt werden. Hier ist die Kreisverwaltung gefordert, sich intensiv bei Land und Bund für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger sowie der lokalen Wirtschaft einzusetzen. Bei der anstehenden Aufstellung des nächsten Bundesverkehrswegeplans durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr müssen die Belange des Kreises als Teil der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main eine hohe Priorität erhalten. Konkret zu nennen sind die Kreuzungsbereiche der Bundesstraßen, etwa der Königsteiner Kreisel (B8/B455), die Umfahrung von Usingen (B275/B456) sowie die wichtige Taunusüberquerung am Saalburgpass (B456).“

Das Ministerium bewertet die angemeldeten Projekte nach gesamtwirtschaftlichen (u. a. Nutzen-Kosten-Analyse), umwelt- und naturschutzfachlichen, raumordnerischen und städtebaulichen Kriterien und ordnet sie anschließend Dringlichkeitsstufen zu. Die wachsende Metropolregion Frankfurt Rhein-Main mit dem Hochtaunuskreis benötigt in diesem Zusammenhang ausreichend dimensionierte Lösungen, um insbesondere die Gemeinden nördlich des Taunuskamms nicht dauerhaft von der Entwicklung abzuschneiden.

FDP-Fraktionsvorsitzender Holger Grupe ergänzt abschließend: „Wir fordern die Beschleunigung des Ausbaus am Saalburgpass und der Umfahrung von Usingen. Außerdem muss der Königsteiner Kreisel als zentraler Knotenpunkt endlich Eingang in den Bundesverkehrswegeplan finden und dort hoch priorisiert werden.“