Schwarz-grüne Lehrerstellenkürzung: Klarheit vor der Kommunalwahl

1. März 2016

Nach allgemeiner Erfahrung sind Wahlkampfzeiten häufig durch programmatische Beschönigungen und große Versprechungen geprägt. Die FDP-Kreistagsfraktion Hochtaunus freut sich daher sehr über die erstaunlich klare Mitteilung des Hessischen Kultusministers Alexander Lorz zu seinen Lehrerstellenkürzungen an Gymnasien am gestrigen Tag. So weiß jede Wählerin und jeder Wähler vor der Kommunalwahl, woran sie bzw. er ist und kann seine Konsequenzen in der Wahlkabine ziehen.

Der bildungspolitische Sprecher der Kreistagsfraktion Philipp Herbold fasst zusammen: „Die schwarz-grüne Landesregierung sagt ausdrücklich, dass ihre Priorität auf „mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit“ liegt, und die vorhandenen Lehrerstellen für andere Aufgaben als bislang eingesetzt würden, dafür an der gymnasialen Oberstufe gestrichen werden. Die Regierung verknüpft beides und spielt damit Schüler in den Gymnasien gegen die Schüler mit sonderpädagogischem Förderungsbedarf aus. Das halten wir für ein Unding!“

Diese Politik auf dem Rücken der Schüler habe ganz konkrete Auswirkungen auf kommunaler Ebene: „Wir können im Hochtaunuskreis noch so schöne Schulen bauen und diese zu Eigenständigkeit ermutigen, wenn die eigenständige Profilbildung der Gymnasien durch Kürzung genau dieser Lehrerstellen vereitelt wird. Ein „Streichkonzert“ ist die Folge. Die gegenwärtige Frankfurter Farce um die Gymnasien (übrigens auch unter schwarz-grün) sollte uns eine Warnung sein. Mit der FDP in Verantwortung wird es so etwas im Hochtaunuskreis nicht geben!“, so Herbold.

Die Freien Demokraten stehen im Übrigen zur pragmatisch umgesetzten Inklusion, da sie für jeden Schüler das passende Angebot bieten wollen. Man erweise dieser aber einen Bärendienst, wenn man sie künstlich als Alternative zu vernünftigen gymnasialen Angeboten darstellt.

Herbold abschließend: „Zur Vollständigkeit: Kultusminister Lorz verwies gestern auf zwischen 2009 und 2013 geschaffene 2500 neue Lehrerstellen. In dieser Zeit waren die Kultusministerinnen Liberale.“